Romero-Preis 2014

Einrittskarte: € 20.- inkl. Sitzplatz, Buffet & Getränke

 

"Romero-Preis" geht 2014 erstmals an zwei Ordensleute

Katholische Männerbewegung Österreich zeichnet Veronica Petri aus Tansania und Anastacio Ribeiro aus Brasilien für ihr Engagement für Notleidende aus - Preisverleihung am 21. November 

 

Zwei Ordensleute, die sich für Not leidende  Menschen in Afrika und Südamerika einsetzen, werden mit dem  Oscar-Romero Preis 2014 geehrt. Preisträger sind heuer die tansanische Ordensschwester Veronica Petri (80) und der brasilianische Franziskaner Frei Anastacio Ribeiro (69), teilte die entwicklungspolitische Aktion "Sei so frei" der Katholischen  Männerbewegung Österreichs (KMBÖ) am Donnerstag mit. Mit Österreichs wichtigster Auszeichnung für herausragende Leistungen für Gerechtigkeit und Entwicklung in Afrika und Lateinamerika werden damit in diesem Jahr erstmals zwei Personen gleichzeitig geehrt. 

Sr. Veronica Petri leitet das Gesundheitswesens der tansanischen Diözese Morogoro und hat dort ein diözesanweites Netz an Gesundheitsstationen aufgebaut. Petri trat 1968 in die Gemeinschaft des "Unbefleckten Herzens Mariens" ein, arbeitete im städtischen Krankenhaus und leitete von 1987 bis 2000 die Kongregation als Generaloberin. Im Jahr 2000 wurde sie zur Koordinatorin für das Gesundheitswesen in der Diözese berufen. 

Frei Anastacio Ribeiro ist Mitgründer der "Kommission der Landpastoral" (CPT) in der Erzdiözese Paraiba im Osten Brasiliens 
und war auch deren erster Koordinator. Der Franziskanerpater arbeitet seit 1975 mit Landarbeitern, Kleinbauernfamilien und 
Landlosen. Die CPT organisiert Versammlungen, gibt rechtlichen Beistand oder unterstützt bei Landbesetzungen. Mit Einverständnis seines Ordens war Ribeiro auch bereits mehrmals in politischen Ämtern tätig, darunter als Abgeordneter des Bundesstaates Paraiba und Leiter der örtlichen Stelle der Bundesbehörde für Landreform. 

"Mit der Wahl von Sr. Veronica Maria Petri und Frei Anastácio Ribeiro will 'Sei so frei' betonen, dass Entwicklung sowohl 
humanitäre als auch politische Aktivitäten erfordert", erklärte Leopold Wimmer, Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung Österreichs. Petri und Ribeiro werden den Romero-Preis am 21. November bei einem Festakt in Anwesenheit von Bischof Egon Kapellari im Veranstaltungszentrum von Fernitz bei Graz entgegennehmen. 

Der an den salvadorianischen Märtyrerbischof Oscar Romero erinnernde Preis wird seit 1980 von der Katholischen Männerbewegung und ihrer entwicklungspolitischen Aktion "Sei so frei" an Personen vergeben, die sich in besonderer Weise für Gerechtigkeit und Menschenrechte einsetzen. Preisträger waren u.a. Bischof Erwin Kräutler, Waris Dirie und der steirische Priester Günther Zgubic. 

Kathpress