Am Samstag, 10. Oktober waren die Mitglieder der Katholischen Männerbewegung nach Weiz eingeladen zur Herbstkonferenz. Nach der Begrüßung durch Franz Josef Brunnader vermittelte Pfarrer und Seelsorgeraumsleiter Anton Herk-Pickl einen Eindruck, wie sich die Strukturänderungen im Seelsorgeraum Weiz (9 Pfarren: Anger, Arzberg, Fladnitz, Gutenberg, Heilbrunn, Passail, Puch, St. Kathrein am Offenegg, Weiz) auswirken: vieles gelingt schon sehr gut, vor allem die Kommunikation unter den Hauptamtlichen und mit den Ehrenamtlichen funktioniert schon sehr gut. Änderungen sind notwendig (z.B. Abstimmung der Gottesdienstzeiten) und dauern manchmal ein wenig, bis diese Änderungen von der Pfarrbevölkerung akzeptiert werden.
Zita Markus, die Engagementförderin für den Seelsorgeraum, wies auf die Bedeutung von ehrenamtlichen Engagement hin und erklärte auch, welche Änderungen in Bezug auf ehrenamtliches Engagement merkbar sind: kürzeres Engagement, klare Beschreibungen, was verlangt wird, oft projektbezogene Mitarbeit. Beeindruckend ist es, dass es allein in der Pfarre Weiz über 70 Möglichkeiten gibt, wie man sich freiwillig engagieren kann.
Die Eibiswalder Veranstaltungsinitiative (EVI) hat unter der Federführung von Christoph Kremser die jährliche Fuß- und Buswallfahrt nach Sveti Križ (Heiligenkreuz, Slowenien) organisiert, heuer mit großer Unterstützung der Katholischen Männerbewegung aus unserer Diözese. Acht Personen haben sich schon zeitig in der Früh in Eibiswald getroffen und sind mit Fahrgemeinschaften nach St. Lorenzen gefahren. Von dort haben sie sich zu Fuß auf den Weg gemacht und sind um 19:00 Uhr in Sveti Kriz – am Fuß der Anhöhe zur Wallfahrtskirche – eingelangt.
Mit großer Betroffenheit nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Mitarbeiter von SEI SO FREI und ehemaligen Religionslehrer Martin Fuchs, der am 1. September völlig unerwartet verstorben ist.
Die Katholische Männerbewegung Österreichs (KMBÖ) hielt ihre Sommerakademie zu ihrem Jahresthema „Friede – und dann. Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ vergangene Woche in der Landwirtschaftlichen Fachschule in Pyhra bei St. Pölten ab. Der Vorsitzende der Katholischen Männerbewegung Österreichs, Karl Toifl, erklärte: „Jesus nennt jene selig, die Frieden stiften“. Laut dem referierenden Neutestamentler von Graz, Josef Pichler, erweist sich wahre Männlichkeit nicht in der Demonstration von Dominanz, sondern in der souveränen Fähigkeit, die Gewaltspirale asymmetrisch zu durchbrechen. Der Schriftsteller Arnold Mettnitzer verknüpfte in einem kunstvollen Vortrag gesellschaftliche Überlegungen mit sehr lebenspraktischen Tipps aus seiner psychotherapeutischen Praxis. Der Vorsitzende der katholischen Männerbewegung Oberösterreich und Mitglied der Synodengruppe der Diözese Linz, Bernhard Steiner, praktizierte mit den Teilnehmer:innen das Synodale Gespräch. Dabei geht es darum, als Getaufte im Zuhören aufeinander und auf den Heiligen Geist bzw. die Heilige Geistkraft in sich einen Raum für die anderen Gesprächsteilnehmer:innen zu schaffen. Der Referatsbischof der Katholischen Aktion, Hermann Glettler, wünscht sich für das 80-Jahr-Jubiläum 2028 der KMBÖ 80 neue KMB Gruppen in ganz Österreich. Gegen die Volkskrankheit Einsamkeit sollten österreichweit neue KMB-Gruppen gegründet werden.
In der abschließenden Erklärung der KMBÖ-Sommerakademie hielten die anwesenden KMB-Männer fest, dass „männliche Stärke sich nie in Härte oder Polarisierung“ zeigt, „sondern im Mut zur Barmherzigkeit, der aktiven Versöhnung im Alltag und der klaren Absage an populistische Spaltung.“ Das Manifest betont: „Wir als Katholische Männerbewegung setzen uns dafür ein, dass Religion nie als Rechtfertigung für Gewalt missbraucht wird. In der Nachfolge Jesu wollen wir die Spirale der Gewalt durchbrechen.“
Es ist schon gute Tradition, dass der Vatertag in Heiligenkreuz besonders gefeiert wird: beim Wortgottesdienst mit Diakon Hermann Sebernegg und Wortgottesdienstleiter Wolfgang Sprengers sorgte Johanna Sebernegg mit ihrer Gruppe für die musikalische Gestaltung, auch bei den Fürbitten wurde speziell der Väter gedacht. Nach dem Gottesdienst wurden Schoko-Waffeln mit dem Aufdruck „Superhelden ohne Umhang nennt man Papa“ verteilt und die KMB-Heiligenkreuz lud zur Bieragape ein, die großen Anklang fand. Anschließend wurden auch im Pflegeheim die süßen Vatertags-Geschenke verteilt.
Es ist schon Tradition in Anger, dass der Vatertag mit einem Gottesdienst mit Musik, Symbolen, Texten und einer anschließenden „Bieragape“ am Kirchplatz gewürdigt wird. Die musikalische Gestaltung lag in den Händen von Iris O'Connor, die als Chorleiterin ihren Elan und Pep auf die Mitglieder des Weizer Gospelchors übertragen konnte. Andrea Waldeck begleitete am Keyboard die schwungvolle Musik.
Pfarrer i. R. Hans Leitner zelebrierte die Heilige Messe ebenso energiegeladen wie die musikalische Umrahmung. Eine Abordnung von Männern brachte zu den Fürbitten verschiedene Symbole zum Altar, die für die vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten der Männer und Väter in unserer Gesellschaft stehen sollen. Die Einladung zur anschließenden Agape, die traditionell aus Bauernbrot, Bier und Apfelsaft bestand, ließ die vielen Kirchenbesucher noch lange am Kirchplatz verweilen.