Diözesankonferenz der Kath. Männerbewegung auf Schloss Seggau

Jürgen Krapscha, der Geistl. Assistent der KMB-Stmk, leitete die Tagung spirituell ein. Er verwendete das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter, um auf ein ganzes Volk hinzuweisen, das von Räubern überfallen, ausgeraubt und halb tot liegen gelassen wurde, und schloss mit einem Gebet von Bischof Glettler.
Das Hauptreferat hielt Ernest Theußl, der an diesem Tag Abschied nahm als Vorsitzender der steirischen KMB. „Von den Mühen der Ebene zur Lichtung des Seins“ war der Titel seiner Rede. In ihr zeichnete er seinen Lebens- und Glaubensweg nach, der von einer „Theologie von unten“ geprägt war und ist. Leidenschaftlich rief er die KMB dazu auf, das Engagement in den Pfarren zu pflegen, denn sie sind „der Ort, an dem sich unser Glaube bewähren muss“. Eine fundierte Meinung haben und sie auch in der Öffentlichkeit vertreten, heißt Farbe bekennen, strich er heraus, und sparte nicht mit subtiler Kritik an einigen „Modeerscheinungen“ in Kirche und Gesellschaft. Die KMB bezeichnete er als die „sieben Zwerge“, die den in unserer säkularisierten Gesellschaft weithin toten Gott wachzuküssen hätten. Wir müssen von Gott reden, schloss er ab, weil er die Lichtung ist, auf die wir zugehen.
Vom stellvertretenden Vorsitzenden der KA-Steiermark Ulf Tomaschek und der Generalsekretärin Anna Hollwöger wurde er als „Personifizierung der Kath. Aktion“ herzlich bedankt, und die KMB-Steiermark verlieh ihm die Goldene Ehrennadel als Abschiedsgeschenk.
In der anschließenden Neuwahl wurde Franz Josef Brunnader aus Heiligenkreuz am Waasen zum neuen Vorsitzenden gewählt. Ihm zur Seite stehen Ing. Gerald Schloffer und Josef Perner aus Hausmannstätten. Die weiteren Mitglieder des Vorstandes sind: Werner DeCecco (St. Stefan ob Stainz), Karl Flasser (St. Ruprecht an der Raab), Franz Hasenburger (Gnas), Markus Treichler (St. Josef in der Weststmk.) und Peter Unterberger (Anger). Sie alle wollen mit neuem Schwung an die Arbeit gehen und die KMB über die Covid-Schwelle hinausführen.
Aus der Aktion Sei-So-Frei berichteten Thomas Klamminger und Hans Martin Rastl von den Projekten in Afrika (Tanzania, Burundi) und Lateinamerika (Brasilien, Peru), die auch während der Pandemiezeit in vollem Umfang betreut werden konnten.
