Die Katholische Männerbewegung Österreichs (KMBÖ) hielt ihre Sommerakademie zu ihrem Jahresthema „Friede – und dann. Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ vergangene Woche in der Landwirtschaftlichen Fachschule in Pyhra bei St. Pölten ab. Der Vorsitzende der Katholischen Männerbewegung Österreichs, Karl Toifl, erklärte: „Jesus nennt jene selig, die Frieden stiften“. Laut dem referierenden Neutestamentler von Graz, Josef Pichler, erweist sich wahre Männlichkeit nicht in der Demonstration von Dominanz, sondern in der souveränen Fähigkeit, die Gewaltspirale asymmetrisch zu durchbrechen. Der Schriftsteller Arnold Mettnitzer verknüpfte in einem kunstvollen Vortrag gesellschaftliche Überlegungen mit sehr lebenspraktischen Tipps aus seiner psychotherapeutischen Praxis. Der Vorsitzende der katholischen Männerbewegung Oberösterreich und Mitglied der Synodengruppe der Diözese Linz, Bernhard Steiner, praktizierte mit den Teilnehmer:innen das Synodale Gespräch. Dabei geht es darum, als Getaufte im Zuhören aufeinander und auf den Heiligen Geist bzw. die Heilige Geistkraft in sich einen Raum für die anderen Gesprächsteilnehmer:innen zu schaffen. Der Referatsbischof der Katholischen Aktion, Hermann Glettler, wünscht sich für das 80-Jahr-Jubiläum 2028 der KMBÖ 80 neue KMB Gruppen in ganz Österreich. Gegen die Volkskrankheit Einsamkeit sollten österreichweit neue KMB-Gruppen gegründet werden.
In der abschließenden Erklärung der KMBÖ-Sommerakademie hielten die anwesenden KMB-Männer fest, dass „männliche Stärke sich nie in Härte oder Polarisierung“ zeigt, „sondern im Mut zur Barmherzigkeit, der aktiven Versöhnung im Alltag und der klaren Absage an populistische Spaltung.“ Das Manifest betont: „Wir als Katholische Männerbewegung setzen uns dafür ein, dass Religion nie als Rechtfertigung für Gewalt missbraucht wird. In der Nachfolge Jesu wollen wir die Spirale der Gewalt durchbrechen.“