Wallfahrt nach Maria Trost zu Fernitz

Berufung heute
Gebet um geistliche Berufungen – Gedanken zum Thema
„Am Anfang war es nicht so“ sagte Jesus einmal. Er eröffnet die Möglichkeit, zum ursprünglichen Wunsch Gottes zurückzukehren. In der Kirche und in den Ordensgemeinschaften ist es das Ursprungscharisma, das nicht Vergangenheit ist, sondern eine gegenwarts- und zukunftsmächtige Kraft im Heiligen Geist.
„Berufung heute“ ist ein Testwort unserer Hoffnung. Trauen wir Gott zu, dass er auch heute Menschen erweckt und beruft? Darum kommen wir zusammen und beten miteinander an diesem 13. November.
• Berufung weist nach oben. Karl Rahner bemerkte einmal, dass seine größte Sorge die ist, dass Gott angebetet und geliebt wird. Angesichts des Mangels an Erntearbeitern ruft Jesus zuerst dazu auf, sich im Gebet dem Herrn der Ernte zuzuwenden.
• Es geht um die Tiefe unseres Herzens. Berufung zielt immer auf ein tiefes, existentielles Ergriffensein des Menschen. Wir müssen uns öffnen lassen für seinen Anruf.
• Beziehung zu den anderen Berufungen: Wir wachsen gemeinsam oder keiner wächst. Die gegenseitige Wertschätzung und Einheit der Berufungen ist der Nährboden für neue Berufungen.
• Wir sind verantwortlich, dass die Sendung der Kirche und der Ordensgemeinschaften mit ihren Charismen weitergetragen wird.
Jesus, Heiland und Erlöser! Erwecke in allen Menschen die Sehnsucht nach dem Kommen Deines Reiches. Offenbare Dich den jungen, suchenden Menschen und wecke in ihnen die Bereitschaft in einem kirchlichen oder Ordensberuf Dir und den Menschen zu dienen. Schenke Deiner Kirche neue Hoffnung und österliche Freude.
Nicht wie ein gut verschnürtes Paket sollen wir den Glauben weitergeben, sondern wie ein Licht, das andere Lichter entzündet (Josef Dirnbeck)
Pater Josef Altenburger MCCJ,
Rektor der Comboni-Missionare