Partnerschaft des Dekanates Graz-Land mit Zanzibar/Tanzania
Schulen und Lehrwerkstätten im Kloster Machui
Franz Gruber hat im Jahr 1999 auf Ersuchen der Katholischen Männerbewegung das Kloster Machui auf der Insel Zanzibar besucht, um eine für die Bearbeitung von Tropenholz geeignete Hobelmaschine in Betrieb zu nehmen.
Im Rahmen dieses Besuches konnte er feststellen, dass vor der Inbetriebnahme Vorkehrungen zu treffen waren, wie die Errichtung einer Halle für den Betrieb. Noch während seines Aufenthaltes konnte das Vorhaben einschließlich der Inbetriebnahme des Gerätes abgeschlossen und mit dem Bau eines Schweinestalles (die Aufstallungen waren als Spende der Caritas Kärnten vorhanden) begonnen werden. Grubers Ehrgeiz war geweckt, er wollte der Missionsstation Machui zu einem Aufstieg zu einer Ausbildungs- und Heimstätte für junge Menschen verhelfen. Ein neuerlicher Besuch und Arbeitseinsatz wurde von ihm in Eigeninitiative vorbereitet und auch für die nötigen finanziellen Mittel hat Franz Gruber selbst gesorgt.
Im Laufe der Jahre und nach neun Arbeitsaufenthalten ist aus der kleinen Klosteranlage eine weithin bekannte Lehr- und Ausbildungsstätte für junge Menschen in den Bereichen, Holzbearbeiten, Kraftfahrzeugtechnik, Landwirtschaft und Tourismus geworden, und die Absolventen der Schulen haben sichere Arbeitsplätze gefunden und sind gefragte Mitarbeiter in heimischen Betrieben geworden.
Aber nicht nur der schulische Bereich konnte in großartiger Weise ausgebaut werden, auch dem Kloster selbst konnte durch Erneuerung der Dachlandschaft, die Errichtung eines Glockenturms und dem Bau eines Tiefbrunnens ein neues Gesicht gegeben werden.
Die Schulen und Internate haben einen derart hohen Zulauf, so dass ein Ausbau dringend erforderlich wurde. Dafür liegen 3 Anträge vor, die von der KMB Steiermark realisiert werden sollen:
1. Bau einer unterirdischen Regenwasser-Zisternenanlage:
Über die rund 4.000 m2 Dachfläche der Missionsstation kommt eine beträchtliche Menge an Regenwasser zustande. Wasser ist (nicht nur!) auf Zanzibar ein kostbares Gut und kann - entsprechend aufbereitet - sowohl für die Schule als auch den Konvent, die Tierhaltung und die Bodenbewässerung genutzt werden.
2. Umbau der bestehenden Tischlerei in Klassenzimmer:
Derzeit wird die Schule von 115 Schülern besucht, die von 5 Lehrkräften betreut werden. Die Finanzierung erfolgt über Schulgeld, das aber in den meisten Fällen gestundet werden muss, aber von den Absolventen nach Möglichkeit zurückgezahlt wird. Ein Ausbau ist wegen des großen Zulaufs dringend erforderlich und es empfiehlt sich, die doch eher lauten Werkstättenbereiche auf ein neues Grundstück außerhalb der bestehenden Anlage zu verlagern.
3. Neubau der Werkstätten und Verlagerung der Maschinen auf das neue Grundstück:
Für die Werkstätte konnte ein außerhalb der bestehende Anlage ein Grundstück gefunden bzw. erworben werden, das ausreichend Platz bietet und den Schul- und Konventsbetrieb nicht stört. Die Lehrkräfte arbeiten auch über die Schulzeit hinaus und stellen Produkte her, die in den Verkauf gehen und dem Ausbildungsbetrieb wieder zugutekommen.
Für die beschriebenen Projekte werden Kosten in Höhe von EUR 60.000,-- erforderlich sein. Ein Teil davon ist schon durch private Spenden gedeckt, für einen weiteren Teil suchen wir Finanzierungspartner, aber ein Großteil wird doch aus Spendengeldern gedeckt werden müssen.
Wir danken für Ihre großzügige Unterstützung!
November 2011
Gerhard Schloffer, EPOL Steiermark


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